Fertigteich oder Folienteich?

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Teichfolie vs. Fertigteich

Wer mit einem Gartenteich liebäugelt, der wird vor dem eigentlichen Bau zunächst eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen: Teichfolie oder Fertigteich? Dabei ist dies streng genommen gar keine Frage. Denn wer genau weiss, was er will, der wird genauso schnell eine klare Entscheidung treffen können. Und so war auch unsere Entscheidung alsbald getroffen....

Grosszügiger Gartenteich: Mit Teichfolie kein Problem

Folienteich

Folienteich - die Kür im Teichbau

Für beide Konzepte gibt es stichhaltige Argumente. Was sich mit einer Teichfolie alles realisieren lässt ist, zeigt obiges Foto: Diese wunderschön eingewachsene Wasserlandschaft (ca. 35 qm) eines befreundeten Gartenteich Besitzers ist ein richtiger kleiner Weiher! Der Folienteich gilt somit zurecht als die Kür im Teichbau. Ob Form, Grösse oder Gestaltung - beim Bauen gibt es praktisch keine Grenzen. Insbesondere Uferzonen, also der Übergang von Sumpf bzw. Flachwasserzone in die Tiefwasser Zone, kann man schön abgeflacht gestalten. Einen Folienteich anlegen ist zwar etwas arbeitsintensiver (Stichworte: Grube gestalten, Vorbereitung des Untergrundes mit Vlies, Kapillarsperre, oder das Schweissen bzw. Verkleben der Teichfolie); ist aber für ambitionierte Teich Freunde die erste Wahl. Vor allem, da es auch Anbieter gibt, die Folien bereits werksseitig verschweissen. Derart "vorgefaltet" muss man hier nur noch die Teichfolie verlegen.

Folie oder Ufer?

Aber auch für Folienteiche ein Punkt: das eigentliche Ufer (Stichwort "sichtbare Plastikfolie"). Doch der Zubehör Handel bietet einiges an, um den Uferrand zu kaschieren, wie z.B. Matten, ausgeführt als Pflanzmatten, oder mit Kies Imitat. Rechts im Bild ist eine derartige Kiesimitat-Matte zu sehen, die über der eigentlichen Teichfolie liegt. Auf gute Fixierung achten!
Darauf dann noch etwas "richtigen" Kies verteilt, und vom Plastik ist nichts mehr zu sehen.

Ufermatte

Teichfolien: Material

Teichfolien bestehen überwiegend aus PVC (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen) oder EPDM (eine Art synthetischer Kautschuk), wobei PVC am weitesten verbreitet sein dürfte. PE Folien sind umweltfreundlicher, aber schwerer zu kleben (Heißluft). Teichfolie gibt es ab 0,5 mm Stärke. Und generell gilt: Je grösser der Teich (eigentlich: je tiefer....), desto dicker darf es sein.

Teichfolie: Meterware von der Rolle oder auf Mass geliefert

Teichfolie

Alternativen.... - und unsere Entscheidung

Neben dem Teichbau mittels Teichfolie gibt es auch noch "exotischere" Alternativen, wie ein Teich aus Lehm, oder ein Beton Teich.
Derartige Varianten sind aber eher was für Profis, und so hatten wir uns letztlich für eine einfache Teichschale entschieden. Vorteile: Diese kann man schnell und unkompliziert einbauen, und ausserdem ist die Angelegenheit meist preiswerter, da die üblichen im Gartencenter erhältlichen Fertigteich Becken recht klein sind. Gut also für Einsteiger, die sich dem Thema Gartenteich erstmal annähern wollen, ohne gleich mit einem Bagger den halben Garten umpflügen zu müssen. Und da war ja noch der Reiz, dies trotzdem als naturnahes Biotop zu gestalten. Auch Teichschalen gibts es aus PE, vor allem bei kleineren Becken. Bei grössere Fertigteichen ist GFK die Wahl (Glasfaser verstärkter Kunststoff). Die sind zwar teurer, dafür sind diese Schalen aber sehr stabil und haltbar.


 

 

 

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